Telekom-Chef greift die Netzneutralität erneut an
Das erklärte Telekom-Chef Rene Obermann gegenüber dem 'Manager Magazin' (kommende Ausgabe). Demnach will das Unternehmen für die Bereitstellung einer "besonderen Netzsicherheit oder höchster Übertragungsqualität" von den Inhalte-Anbietern differenziert bezahlt werden.
"Ein gut gemachtes Netzangebot ist am Ende auch kostenpflichtig", sagte Obermann. Seinen Angaben zufolge habe man bereits entsprechende Diskussionen mit verschiedenen Anbietern wie Google angestoßen.
Die Diskussion um die Netzneutralität wird schon seit einigen Jahren immer wieder hochgekocht. In den USA wird derzeit darüber debattiert, gesetzlich festzuschreiben, dass die Betreiber der technischen Infrastrukturen alle Anbieter gleich behandeln müssen. Chile hat ein solches Gesetz als erster Staat kürzlich bereits verabschiedet.
Könnten sich die Netzbetreiber mit ihren Vorstellungen durchsetzen, würde das letztlich wohl dazu führen, dass nur Inhalte-Anbieter, die für die Durchleitung ihrer Daten zahlen, möglichst schnelle Verbindungen erhalten. Kleinere Firmen oder Privatleute, die im Netz aktiv sind, würden hingegen auf ein Schmalspur-Web abgeschoben.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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