Facebook bietet keinen Schutz vor Einsamkeit

Internet & Webdienste Forscher der University of Arizona sind zu der Erkenntnis gekommen, dass Social Networks wie beispielsweise Facebook nicht dabei helfen, enge Freundschaften zu schließen. Sie können Menschen sogar in Einsamkeit oder Stress treiben. In erster Linie habe dies mit der Oberflächlichkeit des Kontakts zwischen den Mitgliedern der Sozialen Netzwerke zu tun. Bei manchen Nutzern ergeben sich sodann Distanzgefühle. Grundsätzlich habe sich der Begriff Freundschaft durch Angebote wie Twitter oder Facebook stark verändert.

In den Augen des Wiener Psychotherapeut Raphael Bonelli bedeutet dies im Internet nicht anderes, als über die aktuelle Befindlichkeit zu informieren oder die Nachrichten eines anderen zu abonnieren. Überdies senke die Mitteilung von belanglosen Inhalten die Aufmerksamkeit erheblich.

Im Widerspruch dazu steht die Beliebtheit der Social Networks. Immerhin wollen viele auf diese Weise wahrgenommen werden und entsprechend viele Freunde haben. Dass die Jagd nach möglichst vielen Freunden durch das Freundschaft-Schließen per Mausklick auch überhand nehmen kann, sei dabei zu beachten. Die Anzahl der Freunde sage letztlich nichts über eine gute soziale Vernetzung aus.

Geht es nach dem Experten, so sollten Angebote wie Facebook neutral bewertet werden. Einerseits können sie helfen, einen bestehenden Kontakt aufrecht zu erhalten. Virtuell geschlossene Freundschaften bleiben hingegen häufig auf dieser Ebene.

Einsamkeit beruht laut den Forschern auf einer sehr subjektiven Wahrnehmung. Für manche Menschen stellen bestimmte Umstände ein Problem dar, für andere ist eine ähnliche Situation hingegen kein Grund zur Sorge, so ein Artikel von 'Pressetext'.

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