Street View: Google stoppt weltweit Kamerafahrten
Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte Google eine Frist für eine verbindliche Erklärung gesetzt. Jetzt hat er die schriftliche Bestätigung erhalten, dass derzeit weltweit keine Kamerafahrten mehr durchgeführt werden. Google will nun dafür sorgen, dass die Fahrzeuge keine WLAN-Netzdaten mehr erfassen können.
Der Google-Sprecher Kay Oberbeck erklärte, dass die Aussetzung der Fahrten keine Reaktion auf das Schreiben von Herrmann ist. Man hatte die Entscheidung zuvor im Unternehmens-Blog verkündet. "Wir haben einen Fehler gemacht und wollen das Vertrauen der Nutzer wiedergewinnen", sagte Oberbeck.
Die Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) geht derweil davon aus, dass Google seinen Dienst Street View nicht mehr in diesem Jahr in Deutschland starten wird. Dagegen spricht die hohe Zahl von Widersprüchen. Tausende Bürger sollen sich dagegen ausgesprochen haben, dass ihr Wohnhaus auf der Online-Plattform abgebildet wird. Der Suchmaschinenkonzern muss die entsprechenden Bilder jeweils vor dem Start des Dienstes löschen.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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