Ex-Abgeordneter Tauss seit Dienstag vor Gericht
Die zuständige Staatsanwaltschaft wirft dem 56-Jährigen vor, kinderpornografisches Bild- und Videomaterial besessen und weitergegeben zu haben. Den Besitz dieser Inhalte hat der Ex-Abgeordnete schon vor geraumer Zeit zugegeben. Allerdings bestreitet Tauss ein privates Interesse an diesem Material.
Seinen eigenen Angaben zufolge war Tauss diesbezüglich mit Recherchearbeiten als Medienexperte tätig. Sein Ziel war es unter anderem, einen Kinderpornoring auszuheben. Abgesehen vom Besitz des angesprochenen Materials soll Tauss mit vier Mitgliedern der Kinderpornoszene Bilder über sein Mobiltelefon ausgetauscht haben.
"Ich bin unverändert davon überzeugt, dass ich als Abgeordneter, der mit diesem Thema beschäftigt war, berechtigt war, dieses Material zu besitzen", argumentierte Tauss vor der Zweiten Großen Strafkammer. Ferner sei er für seine "unorthodoxen Methoden" bekannt, heißt es in einem Artikel von 'Focus'.
Insgesamt sind fünf Verhandlungstage für diesen Prozess vorgesehen. Dem früheren deutschen Bundestagsabgeordneten drohen bis zu fünf Jahre Haft.
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