'Anti-iPad': WePad-Chef weist Fake-Vorwürfe zurück
Auslöser der Spekulationen war der Umstand, dass die Entwickler des WePad um den Chef der Neofonie GmbH Helmut Hoffer von Ankershoffen während der Präsentation vor einigen Tagen zwar ein fertiges Hardware-Design zeigen konnten, die Benutzeroberfläche des Linux-basierten WePad OS aber lediglich anhand eines Video-Loops zu sehen war.
Wie von Ankershoffen nun aber richtigstellend erklärte, sei von vornherein kommuniziert worden, dass die Oberfläche lediglich in Form eines Demovideos gezeigt werden würde. Im Interview mit WinFuture.de bezeichnete er die Behauptung, das WePad OS sei noch weit von seiner Fertigstellung entfernt, als unwahr.
Man habe sich stattdessen entschieden, das WePad den Pressevertretern zunächst nur mit dem Interface-Video zu zeigen, weil derzeit noch die Unterstützung für den kapazitiven Multi-Touchscreen fehle. Da das Interface für die Bedienung mit dem Finger gemacht sei, wäre es mit dem aktuellen Prototypen nicht nutzbar gewesen, hieß es.

Der für die Produktion und die Entwicklung der Hardware nach den Vorstellungen der WePad-Macher zuständige Vertragsfertiger Pegatron arbeite derzeit noch an den Touchscreen-Treibern für das bei dem Gerät verwendete Display, die aber in den kommenden Tagen zur Verfügung stehen sollen.
Das uns gegenüber gezeigte Vorseriengerät war bereits mit WePad OS ausgestattet, kann aber aufgrund des fehlenden Treibers bisher nur mit einer Maus bedient werden. In den kommenden Wochen wollen die WePad-Entwickler ihr Produkt in der nahezu fertigen Version der Öffentlichkeit präsentieren.
Das WePad ist ein Tablet mit einem kapazitiven 11,6-Zoll-Touchscreen. Die Basis bildet der auch in Netbooks verbaute Intel Atom N450 Prozessor mit seiner integrierten Intel GMA3150-Grafiklösung. Das Gerät soll ab August mit Unterstützung großer deutscher Verlage wie Gruner+Jahr auf den Markt gebracht werden, die dann ihre Magazine für die neue Plattform anbieten sollen.
Letztlich sei das WePad eine Alternative zu Apples iPad, aber eben kein so genannter "iPad-Killer", so von Ankershoffen. Stattdessen wolle man es als offene Alternative zu Apples geschlossenem Produkt anbieten. Gerade durch den großen Spielraum, der den Verlagen und den Entwicklern von Anwendungen bleibe, sei das WePad für sie als zusätzlicher Vertriebsweg interessant.
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