MIT: Polymer-Fasern für die Prozessor-Kühlung

Forschung & Wissenschaft Forscher vom renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen Weg gefunden, ein Polymer für die Kühlung von Prozessoren einzusetzen. Das teilte die Universität mit. Zum Einsatz kommt dabei einer der wohl verbreitetsten Kunststoffe dieser Klasse: Das Polyethylen. Dieses war bisher eher als guter Isolator bei Elektrizität und Wärme bekannt. Den Forschern gelang es jedoch, das Material so zu verändern, dass es Wärme ebenso gut leitet wie verschiedene Metalle.

Während sich die Wärme in Metallen aber gleichmäßig in alle Richtungen ausbreitet, leitet das Polymer der MIT-Forscher sie nur in eine Richtung. Dadurch kann das Material für Anwendungen eingesetzt werden, in denen es darauf ankommt, die Wärme effizient von einem bestimmten Punkt abzuleiten. Dazu gehört beispielsweise die Kühlung von Prozessoren.

Um diesen Effekt zu erreichen, mussten die Forscher die normalerweise zufällige Anordnung der Molekülketten überwinden. In ihrem neuen Material sind die Stränge jeweils genau in eine Richtung gewandt. Dies gelang, indem sehr feine Polymer-Fasern hergestellt wurden.

Die Leitfähigkeit für Wärme übertrifft nun sogar die der meisten Metalle inklusive Eisen und Platin. Bisher beschränkt sich die Fertigung der Fasern aber auf Prozesse im Labor. Die Forscher wollen nun daran arbeiten, eine Fertigungsmethode zu entwickeln, mit denen eine Massenproduktion möglich ist.
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