Sammelklage gegen Echtheitsprüfung abgelehnt

Windows Ein amerikanischer Richter hat die Zertifizierung einer in den USA wegen der Echtheitsprüfung von Windows gegen Microsoft angestrengten Klage als Sammelklage verweigert. Die Klage wird nun zwar verhandelt, die Auswirkungen bleiben durch die Verweigerung des Sammelklagenstatus' aber wahrscheinlich gering. Die Klage wirft Microsoft vor, seine Kunden getäuscht zu haben, als das Unternehmen seine Anti-Piraterie-Software auslieferte und dabei angeblich versuchte, den Eindruck entstehen zu lassen, es handele sich um ein kritisches Sicherheitsupdate. Da die Klage nun nicht als Sammelklage verhandelt wird, muss Microsoft keine Millionenzahlungen mehr befürchten, berichtet 'ComputerWorld'.

Zuvor hatten die Microsoft-Anwälte in dem Verfahren argumentiert, dass die Durchführung als Sammelklage dazu führen könnte, dass Microsoft hunderte Millionen US-Dollar an zig Millionen Anwender auszahlen müsste. An einer Sammelklage hätten sich praktisch alle amerikanischen Kunden beteiligen können, ohne dafür die Dienste eines Anwalts in Anspruch nehmen zu müssen.

Die Klage läuft eigentlich schon seit dreieinhalb Jahren. Unter anderem soll Microsoft gegen Gesetze verstoßen haben, weil man den Kunden nicht mitteilte, dass durch die Echtheitsprüfung Informationen über den jeweiligen PC gesammelt und diese regelmäßig auf Server des Unternehmens übertragen werden.

Tatsächlich hatte Microsoft im Juni 2006 begonnen, die Windows Genuine Advantage Software an die Nutzer von Windows XP auszuliefern. Dies erfolgte in Form eines "kritischen" Updates, das im Normalfall automatisch heruntergeladen und installiert wurde. Erst später gab man zu, dass bei jedem Login des Anwenders Informationen übertragen werden.
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