China: Auch US-Kanzlei wurde Opfer von Angriffen
Verschiedene Mitarbeiter der Kanzlei hätten demnach gezielt E-Mails zugeschickt bekommen, in denen Trojaner versteckt waren. Die Schädlinge sollten sich offenbar im Netzwerk der Kanzlei einnisten und das Ausspähen von Daten ermöglichen. Derzeit werde noch geprüft, ob eine Infektion erfolgte.
Die Kanzlei wurde offenbar nicht umsonst zur Zielscheibe. Ihre Anwälte vertreten das US-Unternehmen Solid Oak Software in einer Klage gegen China, zwei chinesische Software-Unternehmen und verschiedene, international agierende Hersteller von Computern.
Die Firma fordert 2,2 Milliarden Dollar Schadensersatz. Der Vorwurf: In der von der chinesischen Regierung bereitgestellten Filter-Software "Green Dam" sollen rund 3.000 Zeilen Code aus der Jugendschutz-Software "Cybersitter" von Solid Oak illegal verwandt worden sein.
Auch Google wurde kürzlich Opfer eines Angriffs chinesischer Hacker. Der Konzern ging daraufhin zum Gegenangriff über: Sämtliche Zensur-Filter in der chinesischen Google-Version wurden abgeschaltet. Weiterhin kündigte der Konzern seinen Rückzug vom chinesischen Markt an, wenn die Regierung sich damit nicht abfindet. Neben Google und Solid Oak sollen außerdem eine Reihe weiterer US-Unternehmen von Angriffen betroffen sein.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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