Anti-Botnet-Projekt: Keine Sanktionen für Kunden

Recht, Politik & EU Die kürzlich vorgestellte bundesweite Initiative zum Kampf gegen Botnetze stieß im Internet auf heftige Kritik. Inzwischen liegen zu diesem Thema nähere Details vor. Sanktionen soll es in diesem Zusammenhang nicht geben. Wie die 'eco' am Donnerstag in einer Stellungnahme mitteilte, sei es das Ziel dieses Vorhabens, den Internet-Nutzern eine kompetente Hilfe im Zusammenhang mit übernommenen Systemen anzubieten. Insbesondere im Hinblick auf den Datenschutz wurde das Anti-Botnet-Projekt in der Branche heftig kritisiert.

Laut dem Internet-Verband eco ist es geplant, eine Hilfestellung in mehreren Schritten anzubieten. Zunächst kann der betroffene Kunde eine Webseite, auf der Informationen und Hilfsmittel zur Selbsthilfe bereit stehen sollen, besuchen. Überdies will man auch einen telefonischen Support anbieten und den Internet-Nutzern auf diesem Wege bei der Beseitigung der Schadprogramme und bei der nachhaltigen Absicherung der Systeme behilflich sein.

Diee eco plant den eigenen Angaben zufolge eine Benachrichtigung auf mehreren Kanälen. Dies könnte beispielsweise über eine Vorschaltwebsite beim Öffnen des Browsers oder zusätzlich über den Postweg in die Tat umgesetzt werden.

Die Bundesregierung sieht in dieser Initiative ein gelungenes Beispiel privatwirtschaftlicher Verantwortungsübernahme für die Gesamtgesellschaft. Letztlich soll es zu einer messbaren Verringerung mit Schadsoftware befallener Computer in Privathaushalten kommen.

Abschließend betonte die eco, dass dieses Vorhaben auf Freiwilligkeit basiere. Daher seien auch keine Maßnahmen gegen vermeintlich unwillige Kunden vorgesehen.
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