UK: Steuer für jeden Internetanschluss kommt

Wirtschaft & Firmen Der britische Schatzkanzler Alistair Darling hat angekündigt, eine Breitbandsteuer einführen zu wollen. Für jeden Telefonanschluss sollen sechs Pfund fällig werden, die zum Ausbau des Netzes eingesetzt werden. Zudem wird damit der Aufbau so genannter "Next Generation Networks" finanziert, die auf Glasfaser oder VDSL basieren werden. Darling formulierte das Ziel, dass bis 2017 90 Prozent der Briten an die Breitbandnetze angeschlossen sein sollen, berichtet 'heise.de'.

Pro Monat werden für einen Festnetzanschluss 50 Pence fällig, die in dem geplanten Etatgesetz verankert werden sollen. Laut Darling würde man damit tausende Arbeitsplätze schaffen. Für den Ausbau der Netzinfrastruktur rechnet er mit 175 Millionen Pfund pro Jahr. Die Gebühr wird pro Telefonanschluss fällig - wer ISDN besitzt, zahlt für jede Leitung einzeln. Auf die monatlichen 50 Pence wird zudem noch die Mehrwertsteuer aufgeschlagen, die für weitere 30 Millionen Pfund pro Jahr sorgen wird.

Die betroffenen Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche haben aus unterschiedlichen Gründen etwas gegen diese Pläne. So erklärte etwa die BT, dass es zu wenig Geld sei, um den Aufbau eines Glasfasernetzes im ganzen Land zu finanzieren. TalkTalk-Chef Charles Dunstone hält die Abgabe für ungerecht, da nur Regionen mit reichen Bewohnern superschnelle Internetleitungen erhalten werden.
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