Europeana: Europäische Antwort auf Google Books

Internet & Webdienste Die Internet-Plattform Europeana soll eine europäische Antwort auf das Google-Projekt Books aus den Vereinigten Staaten darstellen. Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten verständigten sich am gestrigen Freitag dazu in Brüssel. Durchschnittlich soll in Europa momentan nur ein Prozent der Bücher auch elektronisch vorhanden sein, teilte die EU-Medienkommissarin Viviane Reding mit. An dieser Tatsache soll sich nun etwas ändern. Geplant ist der Ausbau des bisherigen Angebots von Europeana.

Aktuell stehen bei Europeana rund 4,5 Millionen Bücher, Bilder, Texte und Töne in digitaler Form bereit. Dieses Angebot will man nun auf rund zehn Millionen erhöhen. Um dieses Vorhaben auch erfolgreich in die Tat umsetzen zu können, müssen jedoch noch die notwendigen rechtlichen Grundlagen geschaffen werden.

Besonders der Bereich des geltenden Urheberrechts spiele hierbei eine zentrale Rolle. Ob daran einige Änderungen notwendig sind, ging aus der politischen Debatte im EU-Ministerrat nicht hervor, teilte 'Futurezone' mit.

Im Vergleich zu Google Books unterscheidet sich Europeana in einem ganz wesentlichen Punkt. Denn bei diesem Vorhaben überlässt man die Federführung nicht einem privaten Unternehmen, wodurch sich letztlich ein Informationsmonopol verhindern lassen soll. Dennoch seien private Partnerschaften durchaus denkbar, heißt es.
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