Murdoch will Google von Web-Angeboten aussperren
Nachdem Murdoch in der Vergangenheit mehrfach dagegen wetterte, dass Google unter anderem auch Geld mit der Indizierung der Inhalte der großen Verlage verdient, während deren Werbeeinnahmen immer weiter zurückgehen, wurde er nun gefragt, warum die technischen Möglichkeiten zum Ausschluss der Google-Spider nicht genutzt würden.
"Ich denke, wir werden das tun", sagte Murdoch, dem der Medienkonzern News Corp. gehört. Beim 'Wall Street Journal' setze man beispielsweise bereits Methoden ein, um Suchmaschinen aus den kostenpflichtigen Bereichen herauszuhalten. Andererseits biete man Besuchern, die per Suchmaschine kommen beispielsweise den Anfang eines Artikels, während zahlende User den vollen Beitrag angezeigt bekommen.
Murdoch stellte klar, dass Google zwar für einen guten Teil der Seitenabrufe auf den Webseiten seines Konzerns verantwortlich ist, die entsprechenden Besucher aber wenig Wert für das Unternehmen haben. Bei ihrer nächsten Suchanfrage landen diese nämlich voraussichtlich bei der Konkurrenz und bleiben nicht als loyale Leserschaft erhalten.
Murdoch führte aus, dass er lieber auf einen Teil der Besucher verzichtet, wenn der andere Teil im Gegenzug eine Abogebühr zahlt. Diese soll auch gar nicht allzu hoch - also beispielsweise niedriger als bei einem Zeitungs-Abo liegen. Trotzdem würden die Einnahmen dringend benötigt, weil sich hochwertige journalistische Inhalte nicht über Online-Werbung finanzieren lassen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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