Erst das Spielen gegen Fremde bringt den Kick
Das haben Wissenschaftler herausgefunden, die ihre Forschungsergebnisse nun im Magazin 'New Scientist' veröffentlichten. Demnach sollte man sich eher nicht mit dem besten Freund zum Duell in einer Spielwelt verabreden. Gegen Fremde tritt man nämlich deutlich aggressiver auf.
Das steigert nicht nur die eigene Leistung in solchen Spielen, sondern ist in der Regel auch die Voraussetzung für eine Testosteron-Ausschüttung, so die Forscher, die den Pegel des männlichen Geschlechtshormons bei Computerspielern in verschiedenen Szenarien testeten.
Der Effekt war allerdings nicht nur bei Ego-Shootern zu beobachten. Er tritt ebenso bei Spielen ein, bei denen man beispielsweise mit einem Football-Team gegen einen fremden Gegner antritt. Die Grundlagen dafür wurden vor langer Zeit während der Evolution gelegt, hieß es.
"In einer ernsthaften Auseinandersetzung mit Fremden erzielte man früher Erfolge, wenn man den Gegner tötete", erklärte David Geary, Evolutionspsychologe an der University of Missouri. Ging es hingegen um Hierarchien in der eigenen Gruppe, war deutlich weniger Aggressivität angebracht, da man die jeweiligen Konkurrenten schließlich noch brauchte.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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