Kritische Lücke im Linux-Kernel betrifft alle Versionen
Nutzer mit eingeschränkten Rechten haben dadurch die Möglichkeit, an Root-Rechte auf dem System zu gelangen. Schuld ist eine so genannte Null-Pointer-Dereferenzierung, die im Zusammenhang mit der Initialisierung von Sockets für selten verwendete Protokolle steht.
Um festzulegen, welche Operationen ein Socket unterstützt (accept, bind, usw.), wird eine Pointer-Struktur verwendet. Wird eine bestimmte Operation nicht unterstützt, so muss auf eine vordefinierte Komponente verwiesen werden. Wird beispielsweise die Operation accept nicht unterstützt, so müsste auf sock_no_accept verwiesen werden. Dies ist allerdings nicht bei allen Protokollen der Fall.
Die Entdecker der Lücke gehen davon aus, dass alle Kernel-Versionen seit 2001 davon betroffen sind. Dazu gehören die Ausgaben 2.4.4 bis 2.4.37.4 sowie 2.6.0 bis 2.6.30.4. Ein Patch wurde bereits entwickelt, jedoch ist dieser bislang lediglich in das Kernel-Repository eingeflossen. Mit einer neuer Kernel-Version kann in Kürze gerechnet werden, schließlich existiert bereits ein öffentlich verfügbarer Exploit.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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