Chinas Filtersoftware vorerst doch nur freiwillig
Mit der Software wollte man unerwünschte Inhalte aus dem Internet herausfiltern, beispielsweise Pornografie und Gewaltdarstellungen. Aber auch politische Zensur hätte betrieben werden können, befürchteten viele Chinesen. Der Minister für Industrie und Informationstechnologie, Li Yizhong, erklärte nun, dass man es den Käufern überlassen will, ob sie das Programm installieren oder nicht.
Allerdings ist die Installation Pflicht, wenn der Rechner in öffentlichen Räumen steht, beispielsweise in Schulen oder Internetcafés. Dabei geht es ausschließlich um den Schutz der Kinder, betonte Li. Wer versuche, das Thema zu politisieren, sei unverantwortlich, da es nicht mit der Realität übereinstimme.
Noch wird allerdings nicht ausgeschlossen, dass die Installation zu einem späteren Zeitpunkt auf allen Rechnern zur Pflicht wird. Bis dahin soll Green Dam kontinuierlich verbessert werden. Einige PC-Hersteller haben bereits damit begonnen, die Software ihren Rechnern beizulegen.
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Michael Diestelberg
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