BT-Chef: Glasfaser für Privatkunden derzeit unnötig

Breitband Die direkte Internetanbindung von Haushalten per Glasfaser ist heutzutage unnötig. Diesen Standpunkt vertrat Ian Livingstone, Chef des britischen Telekommunikationskonzerns BT, auf der Digital Britain Summit. Der Bedarf an solch schnellen Verbindungen sei schlicht nicht vorhanden, um die hohen Investitionen zu rechtfertigen, führte er aus und verglich: "Natürlich ist ein Ferrari schneller als ein Ford. Aber die meisten Menschen sind mit einem Ford sehr zufrieden."

Ähnlich wie die Deutsche Telekom baut die BT derzeit ein VDSL-Netz aus. Glasfaserleitungen reichen dabei bis in die Verteilerkästen in den Wohngebieten. Von dort aus geht es per Kupferleitung weiter. Bis 2012 will man so 40 Prozent der Haushalte in Großbritannien mit Anschlüssen mit bis zu 40 Megabit pro Sekunde versorgen.

Eine Glasfaseranbindung würde 100 Megabit pro Sekunde bieten. Es gebe aber noch gar keine Anwendungen, die eine solch hohe Geschwindigkeit benötigen, so Livingstone. "Letztlich geht es darum, wofür die Leute bereit sind zu zahlen", sagte er. Wirtschaftlich rechne sich eine solche Infrastruktur noch nicht.
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