Telekom mit Strategiewechsel bei Glasfaserausbau

Breitband Lange Zeit war es still, was die Pläne für den Ausbau des Glasfasernetzes der Deutschen Telekom angeht. In der Vergangenheit machte das Unternehmen jedoch klar, dass man beim Ausbau nicht mit der Konkurrenz zusammenarbeiten wolle. Von dieser Strategie ist die Telekom nun anscheinend abgekommen. Im Gespräch mit der Wirtschaftswoche erklärte ein Sprecher des Konzerns, dass man verschiedene Optionen prüfe, um "möglichst wirtschaftlich viele Regionen in Deutschland mit Hochgeschwindigkeitsinfrastruktur auszubauen".

"Wir sind dabei auch für einen gemeinsamen Ausbau in Bereichen offen, die wir alleine nicht erschließen würden", heißt es weiter. Wie das Wirtschaftsmagazin erfahren hat, steckt die Deutsche Telekom bereits in Verhandlungen mit der Konkurrenz. Erste Gespräche gebe es beispielsweise mit dem Anbieter Netcologne für ein Glasfasernetz in Aachen.

Ein Grund für den Strategiewechsel könnte neben dem Druck durch die Mitstreiter auch sein, dass das Unternehmen dadurch Investitionskosten in Milliardenhöhe einsparen könnte. Das Kartellamt wurde dem Blatt zufolge bereits über die Kooperationspläne informiert - eine Zustimmung steht noch aus.
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