Telekom-Skandal: Razzien bei Ricke und Zumwinkel

Recht, Politik & EU Im Zuge der Ermittlungen im Spitzelskandal bei der Deutschen Telekom sind Hausdurchsuchungen bei Ex-Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel und beim Ex-Konzernchef Kai-Uwe Ricke durchgeführt worden. Ziel der Untersuchungen waren jeweils Häuser der beiden Manager im Ausland. Wie die Staatsanwaltschaft Bonn mitteilte, erhofften sich die Ermittler weitergehende Aufschlüsse darüber, ob die beiden von der Bespitzelung von Gewerkschaftern und Journalisten wussten oder diese gar selbst in Auftrag gaben.

Durchsucht wurde so unter anderem mit Amtshilfe der italienischen Polizei die Burg Tenno am Gardasee, die sich in Besitz Zumwinkels befindet. Mit Unterstützung der Schweizer Behörden nahm man auch das dortige Haus von Ricke unter die Lupe. Eine weitere Razzia fand am bayerischen Ammersee statt, wo Rickes Frau ein Haus besitzt.

In den Jahren 2005 und 2006 wurden von Mitarbeitern der Telekom zahlreiche Verbindungsdaten von Aufsichtratsmitgliedern, Gewerkschaftern und Journalisten illegal ausgewertet. Damit sollten offenbar interne Quellen der Presse enttarnt werden. 55 Personen sollen von der Bespitzelung betroffen gewesen sein.
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