Breitbandausbau soll an IPv6 gekoppelt werden

Internet & Webdienste Am vergangenen Mittwoch hat die Bundesregierung beschlossen, bis Ende 2010 alle Haushalte in Deutschland mit Breitbandinternet zu versorgen. Der IPv6-Rat fordert nun, den Breitbandausbau an den Umstieg auf das IPv6-Protokoll zu koppeln. Wie Christoph Meinel, Vorsitzender des deutschen IPv6-Rats erklärte, sollen nur die Provider Fördergelder erhalten, die ihren Kunden auch Anschlüsse auf Basis von IPv6 anbieten. Nur dadurch könne garantiert werden, dass die Milliardeninvestitionen auch zukunftssicher sind, ist er sich sicher.

"Wenn nun mehr Menschen in Deutschland der Zugang zum schnellen Internet ermöglicht wird, sollte damit hierzulande auch gleich der Umstieg auf die neuen Datenverkehrsregeln des Standards IPv6 verbunden werden", so Meinel. Den Umstieg auf IPv6 sieht er dabei nicht als Problem an, da die meisten Computer und Betriebssysteme den Standard bereits beherrschen.

Anfang Mai möchte der IPv6-Rat einen entsprechenden Aktionsplan vorlegen, über den dann im Rahmen des deutschen IPv6-Gipfels am 14. und 15. Mai diskutiert werden soll. Bereits im vergangenen Jahr forderte die EU-Kommission einen schnellen Umstieg auf das IPv6-Protokoll.
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