Google-Handy G1: Bauteile günstiger als beim iPhone
Anhand einer Analyse der verwendeten Bauteile ermittelte iSuppli Materialkosten von 143,89 US-Dollar. Zu diesem Preis bietet das Gerät unter anderem HSDPA-Unterstützung, ein hoch auflösendes Touch-Display, eine QWERTZ-Tastatur und diverse Internet- und Multimedia-Funktionen.

Nach Angaben von iSuppli unterscheidet sich das vom taiwanischen Vertragsfertiger HTC produzierte T-Mobile G1 vor allem durch sein von Google entwickeltes Betriebssystem Android von anderen ähnlich ausgestatteten Geräten. Die Schätzung der Materialkosten bezieht Faktoren wie Herstellungs- und Entwicklungskosten nicht mit ein.
Das teuerste Teil des G1 sind die Baseband-Chips, welche mit 28,49 US-Dollar bzw. 19,8 Prozent der Kosten zu Buche schlagen. Wie bei anderen vergleichbaren Smartphones kommt auch beim ersten Google-Fon eine Kombination aus einem Multimedia-Prozessor vom Typ ARM11 und einem ARM7-Kern für die Modemfunktionen zum Einsatz.
Das zweitteuerste Bauteil ist das 19,67 US-Dollar teure Touch-Display, welches 13,7 Prozent der Kosten ausmacht. Es handelt sich um ein 3,2 TFT-LCD mit einer Auflösung von 320 x 480 Pixeln. Das Kameramodul belegt mit 12,13 US-Dollar bzw. 8,4 Prozent den dritten Platz. Es handelt sich um eine 3-Megapixel-Kamera mit Autofokus. Die HSDPA-Komponenten haben einen Anteil von 6,8 Prozent und kosten 9,84 US-Dollar.
Im Vergleich zum Apple iPhone 3G sieht iSuppli das G1 in einigen Punkten im Rückstand. So lassen sich nur bestimmte Frequenzen für HSDPA nutzen, die in den USA bisher nur von T-Mobile verwendet werden. Dadurch ist das Geräte in den Netzen anderer Anbieter nach einem Unlock nur mit EDGE-Geschwindigkeit einsetzbar.
Weiterhin bietet das G1 lediglich einen einfach Touchscreen und keine Multitouch-Funktionalität - dafür ist eine ausschiebbare Tastatur vorhanden, während iPhone-Besitzer Text-Nachrichten und E-Mails nur per Touch eingeben können. iSuppli wies zudem darauf hin, dass das T-Mobile G1 nicht so hochwertig wirkt wie manche Konkurrenzprodukte.
Gerade das Betriebssystem mache aber den Unterschied gegenüber den Mitbewerbern aus. So würden täglich fünf oder sechs neue Anwendungen für das G1 zum Download bereit gestellt. Auf lange Sicht werde wahrscheinlich eine große Entwicklergemeinschaft entstehen, die zahllose nützliche und vor allem meist kostenfreie Anwendungen liefert, so iSuppli.
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