Apple wirbt IBM Spitzenkraft ab - Klage eingereicht

Wirtschaft & Firmen Dem Computer-Hersteller Apple ist es gelungen, dem IT-Konzern IBM eine seiner Spitzenkräfte abzuwerben. Mark Papermaster wird im November ins kalifornische Cupertino wechseln. Papermaster leitete bei IBM die Entwicklung von Prozessor-Technologien und gilt als einer der Gurus im Blade-Server-Bereich. Bei Apple soll er nun eng mit Konzernchef Steve Jobs zusammenarbeiten. Bei IBM befürchtet man nun, dass Apple mit den Fähigkeiten des Managers verstärkt auf dem Server-Markt aktiv wird.

Mit einer Klage will man deshalb verhindern, dass der Wechsel zustande kommt. Man beruft sich dabei auf die bei Führungskräften üblichen Vertragsklauseln, wonach diese eine bestimmte Zeit nach ihrem ausscheiden aus einer Position, nicht für einen direkten Konkurrenten tätig sein dürfen.

In der Klageschrift bezeichnet IBM Papermaster als seinen Top-Experten für die Power-Prozessor-Architektur. Vor dem Wechsel Apples auf Intel-CPUs hatte er bereits eng mit dem Computer-Hersteller zusammengearbeitet.

Welche Aufgaben Papermaster genau bei Apple übernehmen soll, ist bisher noch nicht bekannt. Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren verstärkt dem Privatkundenmarkt zugewandt, die Server-Produkte führen seitdem eher ein tristes Dasein. Es ist kaum zu erwarten, dass das Unternehmen nun größere Anstrengungen unternimmt, um in den Enterprise-Markt zu expandieren.

Denkbar wäre allerdings, dass Apple ebenfalls an einer Cloud-Computing-Infrastruktur arbeitet. Hier würde man in Papermaster einen Experten finden, der sich tiefgehend mit komplexen Datenzentren-Technologien und High Performance-Computing auskennt.
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