Facebook-Missbrauch: 35 Jahre Haft für 25-Jährigen

Social Media In den USA ist ein 25-Jähriger am gestrigen Dienstag zu 35 Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte über einen gehackten Facebook-Account Kontakt zu Minderjährigen aufgenommen und diese sexuell belästigt. Dabei gab er sich als junges Mädchen aus. Laut dem Gericht konnte sich der Hochschulabsolvent bereits im Jahr 2006 Zugang zum sozialen Netzwerk Facebook verschaffen und agierte dort als (fiktives) junges Mädchen. Er nahm Kontakt zu mehreren Jungen auf, denen er versprach, Sex mit ihr haben zu dürfen. Vorher müssten sie jedoch Sex mit einem Freund haben und sich dabei filmen lassen. Dieser Freund war natürlich der Hacker selbst.

Das Gericht verurteilte ihn nun zu einer 35-jährigen Haftstrafe. Wird er entlassen, wird er bis zum Ende seines Lebens vom Staat überwacht werden. Man sah es als erwiesen an, dass er in sechs Fällen Kinderpornografie produzierte und in zwei Fällen schweren sexuellen Missbrauch ausübte.

Anzeige erstattete ein 15 Jahre alter Junge, der bereits einmal vom Verurteilten missbraucht wurde. Als dieser ein zweites Treffen vorschlug, weigerte er sich. Daraufhin drohte der Hacker mit der Veröffentlichung des Videomaterials und forderte zudem Geld. Daraufhin wandte sich der Junge an die Polizei.

Das hohe Strafmaß wurde vom Gericht damit begründet, dass der Täter bereits im Alter von 19 Jahren aufgefallen war. Er versuchte damals in einem Online-Chat Kontakt zu Minderjährigen aufzunehmen, jedoch geriet er dabei an einen verdeckten Ermittler der Polizei. Er wurde unter eine 24-monatige Aufsicht mit psychologischer Beurteilung gestellt, jedoch sah man von einer Registrierung als potenzieller Sexualstraftäter ab.
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