Cubesats: Mini-Satelliten sollen Atomwaffen im Orbit aufspüren
Ein Netzwerk aus kleinen Spezial-Satelliten könnte zukünftig dabei helfen, Atomwaffen im Erdorbit aufzuspüren. Hintergrund sind anhaltende Sorgen über die mögliche Stationierung nuklearer Waffensysteme im Weltraum.
Die Folgen einer Atomexplosion im niedrigen Erdorbit wären gravierend. Hochenergetische Strahlung würde zahlreiche Satelliten zerstören und betroffene Umlaufbahnen für Jahre unbrauchbar machen. Neben Kommunikationssystemen wie Starlink wären auch Erdbeobachtungssatelliten sowie wissenschaftliche Missionen und die Internationale Raumstation gefährdet.
Der Kerntechnik-Experte Areg Danagoulian vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), schlägt deshalb eine Flotte kleiner Inspektionssatelliten vor. Diese sollen sich einem verdächtigen Objekt bis auf wenige Kilometer nähern und die von dessen Material ausgehende Strahlung analysieren.
Im Fokus steht dabei Uran, das Bestandteil vieler thermonuklearer Waffen ist. Im Strahlungsgürtel der Erde können hochenergetische Protonen mit dem Uran reagieren und charakteristische Neutronen erzeugen. Diese Signatur ließe sich mit einer Kombination verschiedener Detektoren nachweisen und zugleich von natürlicher Hintergrundstrahlung unterscheiden.
Sollte tatsächlich eine Atomwaffe entdeckt werden, gäbe es bislang allerdings keine Möglichkeit, sie im All unschädlich zu machen. Denkbar wäre lediglich, die Kommunikationsverbindung zum Satelliten zu stören, um eine ferngesteuerte Zündung zu verhindern. Zwar verbietet der Weltraumvertrag der Vereinten Nationen die Stationierung von Atomwaffen im Orbit. Kontrollmechanismen, mit denen sich die Einhaltung des Abkommens zuverlässig überprüfen ließe, existieren bislang jedoch nicht.
Siehe auch:
Verräterische Neutronen
Bereits 2024 hatten Berichte für Aufmerksamkeit gesorgt, wonach Russland an einer orbitalen Atomwaffe arbeiten könnte. Als möglicher Beweggrund galt unter anderem die wichtige Rolle des Satelliten-Netzwerks Starlink im Ukraine-Krieg. Das System ermöglicht nicht nur die Kommunikation in umkämpften Gebieten, sondern unterstützt auch den Einsatz unbemannter Drohnen.Die Folgen einer Atomexplosion im niedrigen Erdorbit wären gravierend. Hochenergetische Strahlung würde zahlreiche Satelliten zerstören und betroffene Umlaufbahnen für Jahre unbrauchbar machen. Neben Kommunikationssystemen wie Starlink wären auch Erdbeobachtungssatelliten sowie wissenschaftliche Missionen und die Internationale Raumstation gefährdet.
Der Kerntechnik-Experte Areg Danagoulian vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), schlägt deshalb eine Flotte kleiner Inspektionssatelliten vor. Diese sollen sich einem verdächtigen Objekt bis auf wenige Kilometer nähern und die von dessen Material ausgehende Strahlung analysieren.
Im Fokus steht dabei Uran, das Bestandteil vieler thermonuklearer Waffen ist. Im Strahlungsgürtel der Erde können hochenergetische Protonen mit dem Uran reagieren und charakteristische Neutronen erzeugen. Diese Signatur ließe sich mit einer Kombination verschiedener Detektoren nachweisen und zugleich von natürlicher Hintergrundstrahlung unterscheiden.
Nachweis in Stunden
Nach Berechnungen des Forschers, die im renommierten Journal Nature veröffentlicht wurden, würde ein einzelner Inspektionssatellit etwa eine Woche benötigen, um ausreichend Messdaten zu sammeln. Ein Verbund aus zehn Cubesats könnte den Nachweis dagegen innerhalb weniger Stunden ermöglichen.Sollte tatsächlich eine Atomwaffe entdeckt werden, gäbe es bislang allerdings keine Möglichkeit, sie im All unschädlich zu machen. Denkbar wäre lediglich, die Kommunikationsverbindung zum Satelliten zu stören, um eine ferngesteuerte Zündung zu verhindern. Zwar verbietet der Weltraumvertrag der Vereinten Nationen die Stationierung von Atomwaffen im Orbit. Kontrollmechanismen, mit denen sich die Einhaltung des Abkommens zuverlässig überprüfen ließe, existieren bislang jedoch nicht.
Zusammenfassung
- Russland arbeitet womöglich an nuklearen Waffensystemen im All
- Eine Atomexplosion im Orbit würde viele Satelliten zerstören
- Kleine Inspektionssatelliten sollen die Strahlung analysieren
- Uran in den Waffen erzeugt unter Protonenbeschuss Neutronen
- Zehn Cubesats könnten den Nachweis in wenigen Stunden erbringen
- Bislang fehlen Kontrollmechanismen für den Weltraumvertrag
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