Mac-Kloner Psystar will Apples Lizenzpolitik angreifen

Recht, Politik & EU Für Apple könnte der Versuch, den Mac-Klon-Anbieter Psystar unter Berufung auf das Urheberrecht und die Lizenzbedinungen von Mac OS X rechtlich zu belangen, nach hinten los gehen. Psystar will seinerseits mit einer angeblichen Monopolbildung auf Seiten von Apple argumentieren. Dies ließ einer der von Psystar engagierten Anwälte von der Kanzlei Carr & Ferrell durchblicken. Colby Springer und seine Kollegen haben bereits erfahren, wie es sein kann, sich mit Apple vor Gericht auseinander zu setzen - und das Verfahren damals gewonnen. Gerade deshalb wurden sie wohl von Psystar ausgewählt.

Wie Springer gegenüber US-Medien erklärte, werde die Klage von Apple gegen Psystar falsch einschätzt. Es gehe um viel kompliziertere Dinge als nur das Urheberrecht oder Markenrechte. Es gebe außerdem komplexere Probleme als die gerade genannten, was die von Apple festgelegten Nutzungsbedingungen von Mac OS angeht. Auch kartellrechtliche Dinge würden eine Rolle spielen.

Psystar wurde von Apple Anfang Juli wegen Urheberrechts- und Markenrechtsverletzungen verklagt. Die Anschuldigungen gehen auf die Vorinstallation von Mac OS X 10.5 auf den von Psystar angebotenen PCs und Servern zurück, wodurch das Unternehmen angeblich die Nutzungsbedingungen verletzt haben soll. Diese schreiben vor, dass Mac OS X nur auf Apples Hardware installiert werden darf.

Springer geht seinerseits offenbar fest davon aus, dass Psystar die Monopol-Karte gegen Apple spielen wird. Es gebe einen Grund für sein Engagement und das des Anwalts der Gegenseite James Gilliland Jr. - ihre Erfahrung mit Antitrust-Verfahren. Offenbar will Psystar einen Angriff auf Apples exklusive Lizenzpolitik starten.
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