Rambus verklagt Nvidia nach langen Verhandlungen

Wirtschaft & Firmen Der Chip-Designer Rambus wirft dem GPU-Produzenten Nvidia die Verletzung von insgesamt 17 Patenten vor. Gestern reichte das Unternehmen deshalb Klage bei einem Bundesgericht in Kalifornien ein. Die fraglichen Technologien kommen in Speicher-Controllern zum Einsatz. Diese werden bei Nvidia in nahezu der gesamten Produktlinie verbaut. Gerichtlich will Rambus nun durchsetzen, dass das Unternehmen die Rechtsverstöße einstellt und rückwirkend Lizenzgebühren bezahlt.

"Über sechs Jahre versuchen wir nun schon unablässig, ein Lizenzabkommen mit Nvidia zu schließen, aber unser guter Wille hat uns nicht viel genutzt", sagte Rambus-Chefanwalt Tom Lavelle. Man habe letztlich keine andere Möglichkeit als eine Klage vor Gericht mehr gesehen.

Laut Lavelle werde man weiterhin versuchen, eine Einigung mit dem Prozessgegner zu erzielen. Von Nvidia selbst gibt es bis zum aktuellen Zeitpunkt keine Stellungnahme zu der Klage.

Rambus wurde im Jahr 1990 von zwei Informatikern der Stanford University gegründet. Für einige Zeit brachte das Unternehmen eigene Speicherchips auf den Markt, die stets im High End-Bereich angesiedelt waren. Die großen Hersteller versuchten den Emporkömmling daraufhin mit zahlreichen Patentklagen vom Markt zu drängen.

Rambus musste sich deshalb letztlich in die reine Entwicklungsarbeit zurückziehen. Diese brachte dem Unternehmen eine stattliche Sammlung eigener Patente für Speicher-Technologien ein. Diese werden an andere Hersteller lizenziert.
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