Apple macht sein iPhone zum absoluten Multitalent

Eigener Inhalte-Verteiler
Wie man es bei Apple fast schon gewohnt ist, war natürlich auch Zeit für einen Seitenhieb in Richtung Microsoft. Im Zusammenhang mit einer neuen Funktion, die dafür sorgt, dass der iPhone-Eigner dank Apple praktisch immer online ist, wurde Windows Mobile als schlechtes Beispiel für Speichermanagement verwiesen.

Die neue Always-On-Funktion umgeht den Zwang, auf dem Handy ständig eine Anwendung laufen zu lassen, durch eine ständige Internetverbindung zu Apple, über die Drittanbieter verschiedene Möglichkeiten bekommen, eine Art Mitteilungsdienst zu nutzen. Dieser liefert künftig beliebige Inhalte, die meist nur ein kleines Datenvolumen verursachen aufs Gerät.

Der Dienst kann nach Angaben von Apple von jedem Drittentwickler genutzt werden, Voraussetzung ist natürlich, dass eine Verbindung vom Handy zum Internet besteht, sei es per Breitband-Mobilfunk oder WLAN. Ab September soll das System verfügbar sein, im Juli läuft aber bereits die Auslieferung an die Entwickler an.

Unterstützung für Microsoft Office-Dokumente
Bei den neuen Funktionen ist auch der nun vollständige Support für Microsofts Office-Formate zu nennen, der Word, Excel und jetzt auch PowerPoint umfasst. Natürlich werden zu allererst auch Apples hauseigene iWork Dokumente unterstützt. Die Funktionalität beschränkt sich ab Werk allerdings auf die Ansicht der Dateien.

DRM sichert Einkünfte
Die neue iPhone Firmware wird laut Steve Jobs Anfang Juli veröffentlicht. Sie steht dann allen iPhone-Besitzern kostenlos zur Verfügung, wer das Paket auf seinem iPod touch installieren will, muss 9,95 US-Dollar bezahlen. Der Haken am umfangreichen Softwareangebot besteht darin, dass die Programme natürlich nur im seltensten Fall kostenlos sein dürften.

Die Anbieter legen dabei den Preis fest und erhalten 70 Prozent der Einkünfte. Dank Apples hauseigenem Kopierschutzsystem FairPlay soll es nicht möglich sein, die Software illegal zu verbreiten. Will ein Entwickler sein Programm allerdings kostenlos abgeben, fallen keine Gebühren an.

Die Verbreitung der Software übernimmt immer Apple. Dabei setzt das Unternehmen auf einen so genannten App Store, der künftig in 62 Ländern startet. Der Download der Software erfolgt per WLAN, Mobilfunk oder iTunes. Unternehmen können iTunes verwenden, um Anwendungen im Intranet an iPhones auszuliefern. Im Bildungsbereich soll es möglich sein, Programme zu Unterrichtszwecken an bis zu 100 "autorisierte" iPhones zu verteilen.

Update (21:00 Uhr): Inzwischen hat Apple das neue iPhone 3G vorgestellt, welches künftig in Verbindung mit der neuen Firmware angeboten werden soll. Alle Informationen dazu gibt es in unserer News: Neues Apple iPhone 2.0 mit UMTS.

Fotos: Weiter Fotos vom Apple iPhone 3G

Vorbestellen: iPhone 3G bei T-Mobile
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