Broadcom-Mitgründer als Drogendealer vor Gericht

Personen aus der Wirtschaft Henry Nicholas, Mitbegründer des Chip-Herstellers Broadcom, muss sich nicht nur wegen Vorwürfen in Bezug auf die Rückdatierung von Aktienoptionen vor Gericht verantworten. Ihm wird außerdem der Besitz und die Verbreitung von Drogen zur Last gelegt. Über neun Jahre hinweg soll der Manager mit illegalen Substanzen gehandelt haben, darunter Ecstasy, Amphetamine und Kokain. Weiterhin habe er Drogen in die Getränke von Kollegen und Kunden gemischt sowie Prostituierte, die er für Geschäftspartner anheuerte mit Betäubungsmitteln versorgt, heißt es in der Klageschrift.

In einem Privatflugzeug hätte er mit seinen Begleitern außerdem große Mengen Marijuana geraucht. Die Piloten seien gezwungen gewesen, ihre Sauerstoffmasken aufzusetzen, um die Maschine sicher zum Ziel zu bringen.

Zwischen 1999 und 2005 habe Nicholas außerdem für die Rückdatierung von Aktienoptionen gesorgt. Dies ging laut der Klageschrift mit Manipulationen an den Bilanzen einher. Der Ausgabetermin von Aktienoptionen wird bei dem Verfahren auf ein Datum gesetzt, an dem der aktuelle Kurs besonders niedrig war. Bei einem späteren Verkauf sollen so höhere Gewinne abfallen.

Verschleiert wurde dies den Angaben zufolge durch falsche Berichte an die US-Börsenaufsicht SEC. Broadcom war letztlich gezwungen, deshalb Abschreibungen in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar vorzunehmen.

Nicolas hatte den Konzern im Jahr 1998 mitbegründet. Bis Mai 2003 war er Chef des Unternehmens sowie Zweiter Aufsichtsratsvorsitzender. Welche Strafen ihm drohen, ist bisher nicht bekannt.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!