Microsoft: Vista definitiv sicherer als Windows 2000
Die Firma hatte in der letzten Woche Zahlen veröffentlicht, wonach Vista-Systeme deutlich häufiger von Schadsoftware befreit werden mussten als Rechner mit Windows 2000. Besonders bedenklich sei laut Michael Greene, Vice President für Produktstrategie bei PC Tools Software, dass ein guter Teil der infizierten Vista-PCs sogar mit zusätzlicher Anti-Viren-Software von Dritthersteller ausgerüstet war.
Diese Unterstellungen wies Austin Wilson von Microsoft, der für die Sicherheit von Windows Vista mitverantwortlich ist, nun zurück. Die von Microsoft selbst erhobenen Zahlen würden die These von PC Tools Software nicht stützen, so Wilson in einem Blog-Eintrag. Man überwache alle Entwicklungen im Bereich der Schadsoftware schließlich nicht ohne Grund mit größter Aufmerksamkeit.
Unter Berufung auf den kürzlich veröffentlichten Sicherheitsreport von Microsoft, verwies Wilson darauf, dass bei Verwendung proportionaler Zahlen ein deutlicher Vorteil für Windows Vista zu erkennen sei. So mussten 44 Prozent weniger Vista-PCs von Schadsoftware befreit werden als Systeme mit Windows 2000 mit Service Pack 4. Im Vergleich zu Windows 2000 mit SP3 waren es sogar 77 Prozent weniger, obwohl die Statistik nicht zwischen Server- und Client-Systemen unterscheidet.
Wilson zufolge wiederlegen diese Zahlen die Angaben von PC Tools Software. Er machte aber deutlich, dass die Anwender dennoch keinesfalls auf zusätzliche Schutzsoftware von Drittanbietern verzichten sollten, auch wenn in Windows Vista zahlreiche neue Sicherheitsfuntktionen enthalten sind, die es zu Zeiten von Windows 2000 noch nicht gab.
Ein Sprecher von Microsoft schloss sich Wilson gegenüber US-Medien an. Das Microsoft Malicious Software Removal Tool habe in der Zeit vom Juni bis zum Dezember 2007 nur auf 2,8 Prozent der Vista-Rechner Schadsoftware gefunden, während es bei Windows 2000 mit SP4 5 Prozent und bei Windows 2000 mit SP3 12,2 Prozent waren.
Generell begrüße Microsoft Studien von Dritten, die zu einer Steigerung der Sicherheit bei den eigenen Produkten beitragen. Im Fall von PC Tools Software handele es sich jedoch nicht um Forscher, sondern um einen Anbieter von Anti-Malware-Software, hieß es weiter.
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