Werbekampagne hat Browser-Studie verfälscht
In der ursprünglichen Fassung schien es, als würden der Open Source-Browser Firefox und Apples Safari signifikante Anteile am Browsermarkt verlieren. Nach den neuen Zahlen verlieren beide Programme zwar noch immer, aber längst nicht im zuvor angegebenen Ausmaß.
Den Angaben zufolge hatte eine "extrem große" Marketing-Kampagne auf einer kleineren Zahl von Web-Seiten, die ausschließlich an Internet Explorer-Nutzer richtete, die vorhergehenden Messungen beeinflusst. Net Applications-Chef Vince Vizzaccaro wollte den Werbetreibenden nicht nennen, betonte aber, dass es sich nicht um Microsoft gehandelt habe.
Das Monitoring-Unternehmen analysiert für seine Browsermarkt-Studien den Traffic von rund 40.000 Web-Seiten. Die Daten stammen aus den Logfiles von Ad-Servern. Filter sollen dabei dafür sorgen, dass stark abweichende Daten einzelner Seiten nicht berücksichtigt werden. Da die Kampagne aber auf mehreren großen Seiten ausgeliefert wurde, versagte dieses System.
Den neuen Messungen zufolge konnte der Internet Explorer seinen Marktanteil im Monatsvergleich um 0,3 Prozentpunkte auf 75,1 Prozent verbessern. Die falschen Daten hatten ein Wachstum um 1,2 Prozentpunkte suggeriert. Firefox fiel laut aktuellen Angaben um 0,7 Prozentpunkte auf 17,2 Prozent, Apples Safari von 5,8 auf 5,7 Prozent.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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