DoubleClick: Google entkräftet Microsofts Einwände
Microsoft betreibt derzeit aktive Lobbyarbeit gegen die Übernahme von DoubleClick durch Google. Als wichtigstes Argument gegen den Zuammenschluss der Firmen nennen die Redmonder Bedenken, wonach die Privatsphäre der Kosumenten weiter eingeschränkt werden könnte.
Außerdem behauptet Microsoft, dass Google bei einer erfolgreichen Übernahme von DoubleClick eine marktbeherrschende Stellung im Bereich der Online-Werbung erlangen könnte. Gegenüber Vertretern der US-Regierung verteidigte Google seine Pläne nun als Wachstumsmotor für den angeblich nich jungen Online-Werbemarkt.
Durch den Kauf von DoubleClick könne man zudem für eine Weiterentwicklung des Marktes sorgen, so der Suchmaschinenbetreiber. Auch die Sorge wegen einer Beeinträchtigung der Privatsphäre der Konsumenten wollte man nicht gelten lassen. Es würde aktiv nach Wegen gesucht, mehr Transparenz zu schaffen, was den Umgang mit persönlichen Daten und deren Schutz angeht, hieß es.
Microsofts Rechtsvertreter Brad Smith wies hingegen erneut auf die Gefahren des Übernahme-Deals hin. Ein Zusammenschluss von Google und DoubleClick würde "gegoogelt werden" eine ganz neue Bedeutung verleihen. Er warf Google vor, künftig alles mitschneiden zu wollen, was man im Internet sieht und tut, um mit diesen Informationen angepasste Werbung auszuliefern.
Er ging sogar soweit zu behaupten, dass ein erfolgreicher Abschluss des Geschäfts die Zukunft des Internets beeinflussen werde, da der Online-Werbemarkt ein wichtiger Faktor sei. Auch die Bürgerrechtler von der Electronic Frontier Foundation bekräftigen ihre Bedenken erneut. Sie forderte die US-Handelsaufsicht auf, die Übernahme zu blockieren, weil große Nachteile beim Datenschutz entstehen könnten.
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