NoPoPo: Japanische Akkus lassen sich mit Urin laden

Hardware Im Januar 2006 berichteten wir darüber, dass Physiker aus Singapur eine Batterie entwickelt haben, die mit Hilfe von Urin geladen werden kann. In den vergangenen Monaten schritt die Entwicklung bis zur Marktreife als Urin-Batterie voran. Das NoPoPo getaufte Produkt ist ab sofort in Japan erhältlich und lässt sich neben Urin auch mit andere Flüssigkeiten wie Bier, Apfelsaft und Cola aufladen. NoPoPo steht für Non-Pollution Power, auch wenn man im ersten Augenblick im Zusammenhang mit Urin an ganz andere Dinge denkt.


Die auf Papier basierende Batterie wurde an Singapurs "Institute of Bioengeneering and Nanotechnology" entwickelt und soll vor allem günstig zu produzieren sein. Mit 0,2 Millilitern Urin konnten die Forscher eine Spannung von rund 1,5 Volt mit einer Leistung von 1,5 Milliwatt erzielen. Die Leistung kann weiter gesteigert werden, je nachdem welche Materialien verwendet werden.

Die jetzt erhältliche 1,5 Volt AA-Batterie kann eine Taschenlampe bis zu 20 Stunden betreiben. Zwar ist das kein idealer Wert, doch dafür sind die Anschaffungskosten mit umgerechnet vier Euro recht gering. Im Lieferumfang befindet sich eine Pipette, mit der der Urin eingefüllt werden kann.
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