Auch Frankreich ist ein Opfer der chinesischen Hacker

Internet & Webdienste Nachdem die deutsche Regierung, das us-amerikanische Pentagon sowie das britische Außenministerium Opfer von chinesischen Hackern war, meldet nun auch Frankreich, dass man durch Online-Durchsuchungen ausspioniert wurde. Man hat Spuren auf den staatlichen Servern entdeckt. Das erklärte der Leiter der Generalsekretariats für Nationale Verteidigung, Francis Delon, der Tageszeitung Le Monde. Er bezeichnet das Vorgehen der Chinesen als eine "ernsthafte Angelegenheit". China dagegen weist die Anschuldigungen zurück - es seien keine Behörden an den Angriffen beteiligt gewesen. Allerdings werden die Computerangriffe geduldet, denn das chinesische Internet wird umfassend überwacht.

Die Durchsuchung von deutschen Servern wurde kurz vor der Abreise der Bundeskanzlerin Angela Merkel aus China aufgedeckt. In Frankreich dagegen sollen die Angriffe kurz nach dem Wahlsieg von Sarkozy begonnen haben. Delon vermutet, dass die chinesische Volksarmee dahinter steckt, allerdings wollte er die Regierung nicht direkt dafür verantwortlich machen.

Die Angriffe gingen immer von unterschiedlichen Adressen aus, um die Herkunft zu verschleiern. Man ist sich jedoch sicher, dass sich China daran beteiligt hat. Wichtige Daten können durch diese Online-Durchsuchungen allerdings nicht gefunden werden, da diese nur in lokalen Netzwerken verfügbar sind, die keine Verbindung mit dem Internet haben.
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