Schweden stimmt für Open XML - Heftiger Protest

Internet & Webdienste Bis zum 2. September dürfen die Vollmitglieder der International Organization for Standardization (ISO) darüber abstimmen, ob Microsofts Dokumentenformat Open XML zum ISO-Standard ernannt wird. In der letzten Wochen stimmte Deutschland dafür. Am Montag entscheid sich nun auch Schweden für Open XML. Allerdings wurde die Wahl heftig kritisiert, da ein paar Teilnehmer vor der Abstimmung den Saal aus Protest verlassen haben. Kurz vor der Abstimmung tauchten 23 Firmen auf, die bislang nicht im Arbeitskreis vertreten waren. Sie wurden von dem Vorsitzenden als stimmberechtigt befunden.

Bei den Firmen handelte es sich zum größten Teil um zertifizierte Microsoft-Partner. Um beim Swedish Standards Institute (SSI) abstimmen zu dürfen, ist eine Mitgliedschaft in diesem Institut erforderlich. Diese erhält man automatisch nach der Zahlung der Jahresgebühr in Höhe von 2444 US-Dollar.

Schweden wird Open XML nun ohne Kommentare als ISO-Standard empfehlen. Wie die internationale Gesamtabstimmung ausfallen wird, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Erst am Montag berichteten wir darüber, dass sich China, Indien und Brasilien gegen Open XML ausgesprochen haben.
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