Studie: Internet bedroht zunehmend Tageszeitungen

Eine Studie der Harvard-Universität besagt, dass das Internet Tageszeitungen bedroht. Gerade Zeitungen mit mittlerer bis kleiner Auflage seien betroffen, da diese zum Einen zu wenig Geld besitzen und zum Anderen meist recht mager im Internet vertreten sind. Die Studie zeigt ebenfalls auf, dass dies ein weltweites Problem ist. So sind innerhalb der letzten zwölf Monate die Druckauflagen des amerikanischen Zeitungsmarktes um rund drei Prozent zurückgegangen. Auch in Deutschland ist die Auflagenzahl rückläufig.

Doch nicht nur Tageszeitungen leiden unter der wachsenden Dominanz des Internets. Auch Fernsehsender kämpfen zunehmend mit sinkenden Marktanteilen. So haben alleine die Fernsehsender in den Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr mehr als eine Million Zuschauer verloren.

"Das Netz bedroht im besonderen Tageszeitungen", so Thomas Patterson, Professor in Harvard und Leiter der Studie. Ein sehr großes Problem an der Dominanz des Internets sieht er darin, dass es den Zeitungen und Verlagen die Werbekunden wegnimmt.

So wird der größte Teil des Werbeumsatzes und ein großer Teil des Geschäfts mit Kleinanzeigen mittlerweile über das Internet abgewickelt. Dies führt die Verlage in einen Teufelskreis, da sie durch fehlende Werbeeinnahmen auch weniger Geld für Investitionen in neue Medien zur Verfügung haben.
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