USA: Zeitungsleser wandern massiv ins Internet ab
Binnen der letzten zwölf Monate verloren die Tageszeitungen landesweit durchschnittlich 10,6 Prozent ihrer Käufer. Die Absatzzahlen von auf Papier gedruckten Nachrichten sind damit auf dem niedrigsten Stand seit 70 Jahren angelangt.
Nur noch 30,4 Millionen US-Bürger kaufen sich Montags bis Samstags noch eine Tageszeitung. Sonntags sind es immerhin noch rund 40 Millionen. Das geht aus der Reichweitenmessung der 379 größten Zeitungen der USA hervor. Damit liegt der Absatz noch unter dem von 1940, als täglich etwa 41,1 Millionen Stück verkauft wurden.
Das Interesse an Nachrichten nahm allerdings nicht etwa ab, sondern verlagert sich ins Internet. Der Zugewinn an Besucherzahlen auf den Webseiten von Zeitungsverlagen nimmt fast in gleichem Maße zu, wie der Verkauf gedruckter Exemplare zurückgeht.
Allerdings lassen sich online längst nicht so hohe Werbeumsätze generieren. Die Umsätze der großen Verlage sanken daher im Jahresvergleich teilweise drastisch: -27 Prozent waren es beispielsweise beim Times-Verlag, -29 Prozent bei der Washington Post.
Erste Zeitungen haben aufgrund dieser Entwicklung die Herausgabe gedruckter Exemplare bereits aufgegeben. Sie konzentrieren sich nun nur noch auf ihre Arbeit im Internet.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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