China will auch Online-Musik stärker kontrollieren
Demnach hat das Kultusministerium neue Richtlinien für Musik im Internet und in Mobilfunknetzen veröffentlicht. Darin heißt es, dass Musikprodukte, die aus dem Ausland eingeführt werden, vom Ministerium geprüft und registriert werden müssen. Dadurch wird gleichzeitig die Gründung von Firmen durch ausländische Investoren verboten.
Auch die privat ins Internet gestellte Musik soll schärfer kontrolliert werden, um so eine "zivilisiertere und gesündere Internetkultur" zu schaffen. Der Markt für Online-Musikprodukte sorgte 2005 bereits für 348 Millionen US-Dollar Umsatz, Tendenz deutlich steigend. Probleme gibt es laut dem Kultusministerium durch schlechte Qualität und Raubkopien, die gegen ethnische Traditionen verstoßen. Hier wird sehr deutlich, wie China im Interntt politische Zensur betreiben will, dies aber unter dem Deckmantel der Online-Piraterie verstecken will.
Auch Online-Spiele aus dem Ausland will die chinesische Regierung zukünftig stärker überwachen. Demnach müssen die Hersteller versichern, dass keine unzulässigen Inhalte untergebracht werden können. Zu den Updates der Online-Games müssen Informationen bereitgestellt werden. Dies muss in monatlichen Berichten nachgewiesen werden. Anderenfalls müssen die Vertriebe mit dem Entzug ihrer Lizenz rechnen. Damit will die Regierung verhindern, dass Spiele mit bedenklichen religiösen Inhalten auftauchen, was in der Vergangenheit des öfteren passiert ist.
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Michael Diestelberg
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