Festnahmen wegen Upload von Filmen für den Oscar
Eine 22-jährige Frau hatte bei einer Buchhaltungsfirma gearbeitet und die Filme an ihren ebenfalls 22-jährigen Cousin "ausgeliehen", der sie digitalisiert ins Internet stellte und teilweise auch zum Verkauf anbot. Der Frau droht eine Verurteilung wegen Diebstahls und Unterschlagung, dem Mann werden Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen.
Man kam den Beiden auf die Schliche, weil die Kopien für die Oscar-Jury mit Wasserzeichen versehen sind. Dadurch konnte man die Quelle der ins Internet gelangten Filme ausfindig machen. Der Mann wurde festgenommen, nachdem er versucht hatte, einen Film an einen verdeckten Ermittler zu verkaufen.
Beim Verband der US-Filmindustrie MPAA begrüßte man die Festnahmen. In einer Stellungnahme sagte MPAA-Chef Dan Glickman, dass die Ermittlungserfolge ein Denkzettel alle Teilnehmer des Abstimmungsprozesses für die Academy Awards, der besser bekannt als "Oscar", sei und diese weiterhin dafür sorgen sollten, dass die an sie verschickten Filme sicher aufbewahrt werden.
Erst vor wenigen Tagen wurde ein Mann zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er in Kinos Filme aufgezeichnet und diese später illegal vertrieben hatte. 2004 gab es eine Klage der MPAA gegen ein Mitglied der Oscar-Jury, weil Filme illegal ins Internet gelangt waren.
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