Fujitsu, Lenovo, Toshiba & Sony rufen Akkus zurück

Hardware Nach Dell und Apple musste gestern auch der chinesische Computerhersteller Lenovo eine Rückrufaktion starten, bei der 526000 fehlerhafte Notebook-Akkus getauscht werden sollen. Auch in diesem Fall stammen die betroffenen Akkus von japanischen Elektronikriesen Sony. Lenovo hatte nach Berichten über einen Vorfall am Flughafen von Los Angeles, bei dem der Akkus eines ThinkPad T43 in Flammen aufgegangen war, eine Untersuchung eingeleitet. Dabei kam man nun offenbar zu dem Schluss, dass ein Rückruf notwendig ist. In dem Gerät kam ein Sony-Akku zum Einsatz.

Inzwischen hat nun auch Sony selbst eine Rückrufaktion angekündigt. Weitere Details sollen in Kürze in Zusammenarbeit der US-Kommission für Produktsicherheit bekannt gegeben werden. Laut Sony sollen alle betroffenen Stromspeicher ausgetauscht werden.

Wie die japanische Zeitung Nikkei Shimbun berichtet, plant auch mit Fujitsu ein weiterer Notebook-Hersteller eine Rückrufaktion. Angeblich wird Fujitsu in kürze ebenfalls Rückrufaktionen einleiten. Offenbar sind bis zu eine Million Geräte betroffen. Die problematischen Akkus sollen ebenfalls von Sony stammen.

Der Elektronikkonzern hatte nach den Rückrufen von mehr als sechs Millionen Akkus durch Dell und Apple Probleme bei der Herstellung eingestanden. In einer japanischen Produktionsstätte sollen mikroskopisch kleine Metallsplitter in die Akku-Pakete geraten sein, die nun zu Kurzschlüssen führen. Die US-Kommission für Produktsicherheit hat unterdessen eine Empfehlung herausgegeben, derzufolge Laptops nicht auf dem Schoss genutzt werden sollten.

Vor kurzem hatten auch Toshiba und Panasonic Austauschaktionen eingeleitet. Im Fall von Toshiba sind ebenfalls Sony-Akkus betroffen. Das Unternehmen erhöhte die Zahl der zu tauschenden Akkus heute von ursprünglich rund 340000 auf 830000. Bei einigen Fluggesellschaften ist mittlerweile die Mitnahme von Notebooks einiger Hersteller nur noch eingeschränkt möglich.
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