Windows Vista: Große Gefahr durch neue Funktionen

Windows Vista Bereits heute morgen berichteten wir darüber, dass Symantec seinen neuen Internet Security Threat Report veröffentlicht hat, der die Gefahren der letzten sechs Monate analysiert. Darin nehmen sich die Spezialisten auch Microsofts neues Betriebssystem vor. Demnach soll von den neuen Funktionen sowie von der geänderten Code-Basis in Windows Vista eine große Gefahr ausgehen. Nach der Veröffentlichung werden sich Sicherheitsspezialisten und Wurm-Autoren das Betriebssystem sehr genau anschauen, was zu noch nie dagewesenen Angriffen führen wird, sagt Symantec voraus.

Sie schlagen vor, dass Windows Vista bis zur Veröffentlichung nur in einer internen Umgebung entwickelt werden sollte. Anschließend werden Hacker die neuen Sicherheitsfunktionen als Herausforderung betrachten und alles daran setzen, diese außer Gefecht zu setzen. In welchem Umfang sie Erfolg haben werden, kann allerdings niemand voraussagen.

Erst kürzlich hatte sich Symantec gegen die neuen Sicherheitsfunktionen in Windows Vista ausgesprochen. Man ließ verlauten, dass vor allem zwei Funktionen von Vista negative Auswirkungen für den Endanwender haben werden. Zum einen geht es um den in der 64-Bit-Version integrierten Kernel-Schutz, der den Zugriff auf den Systemkern durch Schad-Software verhindern soll, zum anderen bemängelt man das Sicherheits-Center.

Symantec geht davon aus, dass Microsoft versucht, sich durch das Schaffen einer monopolistischen Position Wettbewerbsvorteile zu verschaffen und damit dem Verbraucher die Wahlfreiheit nimmt. Bereits in der Vergangenheit hatte der Hersteller von IT-Sicherheitslösungen dem Software-Konzern Wettbewerbsschädigung vorgeworfen. Symantec betreibt seit geraumer Zeit massive Lobbyarbeit bei der Europäischen Union, um diese zu Regulierungsmaßnahmen gegen das neue Betriebssystem zu bewegen.
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