Bald keine ATI-Chipsätze für Intel-Prozessoren mehr

Hardware Mit der Übernahme des Grafikkartenhersteller ATI durch den Intel-Konkurrenten Advanced Micro Devices (AMD) ändert sich einiges in der Computer-Industrie. AMD hatte nach Bekanntwerden des Zusammenschlusses zwar mitgeteilt, dass sich vorerst wenig ändern werde, doch offenbar zieht das Geschäft einige bedeutende Konsequenzen nach sich. Wie aus Dokumenten über die Zukunftspläne von AMD/ATI hervorgeht, die dem chinesischen News-Portal HKEPC vorliegen, hat man sich entschieden, die Produktion von ATI-Chipsätzen für Intel-Prozessoren auslaufen zu lassen. Offenbar wurden mehrere Chipsätze, die sich noch in der Entwicklung befanden, komplett gestrichen.

Bisher gab es noch keine offizielle Mitteilung von AMD zu diesem Thema, in den Dokumenten heißt es lediglich, dass man den Markt weiterhin bedienen wolle, solange die entsprechende Nachfrage besteht. Unterdessen gehen die Mainboard-Hersteller lieber auf Nummer sicher und fahren die Produktion von Hauptplatinen für Intel-Prozessoren mit ATI-Chipsatz immer weiter zurück.

Der Grund für diese Maßnahme scheint in der Übernahme des Chipsatzherstellers ULi durch Nvidia zu liegen, die vor einigen Monaten über die Bühne ging. Damals hatte Nvidia zunächst versprochen, die Produkte von ULi weiterhin anbieten zu wollen. Später wurde der Verkauf kurzfristig gestoppt, wodurch einige Mainboard-Hersteller in Schwierigkeiten gerieten.
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