Shuttle entwickelt Mini-PCs für automobile Nutzung

Hardware Shuttle ist bekannt für seine leistungsfähigen Barebone-PCs in besonders kompakten Gehäusen. Nun hat das Unternehmen ein neues Entwicklungsprojekt vorgestellt, in dessen Rahmen man ergründen will, wie sich derartige Geräte auch in Automobilen einsetzen lassen. Dabei setzt man auf das bewährte XPC-Konzept und will rund zwei Millionen US-Dollar in die Entwicklung investieren. Auf der taiwanischen Messe CarTronics war bereits ein Prototyp zu sehen, der in einem Mercedes der S-Klasse untergebracht ist.

In dem Demonstrationsfahrzeug ist ein Shuttle XPC SN21G5 verbaut, der für verschiedenste Anwendungen genutzt wird, darunter GPS-Navigation, Sprachsteuerung, Unterhaltungsfunktionen und Kommunikationsprogramme wie Skype und MSN Messenger, wobei man auf Mobilfunktechnologie setzt.

Der Prototyp ist mit einem Athlon 64 3700+, 1 GB RAM und einem speziellen Netzteil für den 12-Volt-Betrieb ausgerüstet. Als Betriebssystem kommt Windows XP mit Service Pack 2 in Kombination mit einer Spracherkennungs-Software zum Einsatz.

Über drei in den Kopfstützen der Vordersitze und der Mittelkonsole verbaute LCD-Bildschirme erhält der Anwender Zugriff auf die zahlreichen Funktionen. Um Videotelefonate zu führen, sind zusätzlich vier Webcams und Mikrofone verbaut. Die Bedienung erfolgt über zwei Keyboards, die in den Sonnenblenden der Frontpassagiere integriert sind, und einen Trackball.

Shuttle will die Ergebnisse seiner Entwicklungsarbeit bereits gegen Ende des Jahres bei taiwanischen Autohändlern bewerben. Später sollen dann auch Autohersteller angesprochen werden, bevor man die Technologie auch in anderen Ländern anbieten will.
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