WinHEC - Microsoft: Prepaid-Modell für Computer
Das Prinzip hinter FlexGo ist einfach. Statt einen Computer inkl. Software einfach zu kaufen, bezahlt man für die Nutzung des Rechners. Vereinfacht sieht das folgendermaßen aus: Sie wollen einen Lebenlauf mit Microsoft Word erstellen? Macht 40 Cent. Sie wollen Fotos von der Digitalkamera über das Internet verschicken? Macht ebenfalls ein paar Cent.
Die Preise haben wir uns in diesem Fall nur ausgedacht. Sie hängen sehr stark vom jeweiligen Land ab, in dem dieses Modell eingesetzt wird. Bisher wurden nur in Brasilien erste Versuche durchgeführt. Länder wie Mexiko, Russland, Indien und China sollen folgen. Dieses Prepaid-Modell sieht vor, dass der Computer nach mehreren hundert Stunden Nutzung in den Besitz der Familie übergeht und somit keine Gebühren mehr anfallen.
Um FlexGo zu ermöglichen, arbeitet Microsoft mit vielen Firmen zusammen, allen voran Intel. Der Chiphersteller hat spezielle Hardware entwickelt, die eine Nutzung mit genauer Abrechnung möglich macht, beispielsweise eine sichere Systemuhr. Auch AMD will in Zukunft Teile für FlexGo liefern.
Laut Microsoft gab es bereits vorher diverse staatlich geförderte Programme, welche die Anschaffung eines PCs gegen eine monatliche Gebühr ermöglichen. Jedoch habe man erkannt, dass viele Familien kein gleichbleibendes monatliches Einkommen haben. Aus diesem Grund entwickelte der Konzern FlexGo, so dass jeder selbst bestimmen kann, wann er einen PC nutzt und wann er das Geld dafür hat. Inspiriert wurde man durch Prepaid-Handys, durch die eine weite Verbreitung von Mobiltelefonen möglich wurde.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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