"100-Dollar-Laptop" zurechtgestutzt - Kosten zu hoch

Hardware Seit geraumer Zeit laufen am Massachussetts Institute of Technology (MIT) die Planungen für ein Gerät, das gemeinhin als "100-Dollar-Laptop" bezeichnet wird, inzwischen aber unter dem Namen "OLPC" entwickelt wird, da das Ziel für 100 Dollar einen Laptop zu bauen, erst über einen längeren Verkaufszeitraum erreicht werden kann. Der OLPC soll vor allem in Schwellenländern von Regierungen zu Unterrichtszwecken verteilt werden. Mittlerweile liegt das Referenzdesign der Hauptplatine vor, so dass einer der wichtigsten Schritte zum fertigen Produkt getan ist.

Dennoch stehen den Erfindern des Geräts noch einige Hindernisse im Weg. Vor allem die relativ hohen Kosten der Komponenten führen dazu, dass man am MIT die selbstgesteckten Ziele korrigieren muss. So sollte zum Beispiel ein 500 Megahertz schneller Geode Prozessor von AMD verwendet werden, der nun durch das günstigere 400 MHz Modell ersetzt wurde.

Grund für diese Entscheidung ist neben dem günstigeren Preis auch die bessere Verfügbarkeit, so die Macher des OLPC. Um die Kosten weiter zu drücken musste man auch die Pläne für ein Gigabyte Flash-Speicher, der statt einer herkömmlichen Festplatte zum Einsatz kommen sollte, einstampfen und verwendet nun nur noch 512 Mb.

Die auffälligste Änderungen im Konzept dürfte das Display erfahren haben. War bisher ein Rückprojektionsbildschirm angedacht, lässt man nun ein spezielles LC-Display entwickeln, das in der Lage ist, zwischen einem hochauflösenden Schwarz/Weiss-Modus in einen schlechter aufgelösten Farbmodus zu wechseln.

Durch die Änderungen im Design des OLPC verzögert sich die Einführung der Geräte immer weiter. Wollte MIT-Chef Negroponte die ersten Bestellungen bereits im Juni annehmen, steht bisher kein neues Datum fest. Stattdessen will man mit der Produktion nun im ersten Quartal 2007 beginnen.
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