Google zensiert Suchmaschineninhalte in China

Internet & Webdienste Der weltweit größte Suchmaschinenbetreiber Google beugt sich den Zensurforderungen der chinesischen Regierung und verbannt alle aus der Regierungssicht ungeeigneten Themen, unter anderem Demokratie, Kritik an der Kommunistischen Partei und Menschenrechte, aus dem Suchmaschinenindex. Kritik hagelt es besonders von der in Paris ansässigen Menschenrechtsorganisation "Reporter ohne Grenzen", die unter anderem von der US-Regierung finanziert wird. ROG bezeichnet Googles Vorgehen als "Schwarzen Tag für die Meinungsfreiheit in China". Google verteidigt sich mit der Aussage, dass die Bereitstellung von zensierten Informationen für die chinesische Bevölkerung besser als nichts sei.

Andrew McLauglin, Senior-Strategieberater des amerikanischen Unternehmens, argumentierte, dass sich die Webseite www.google.cn nach "lokalen Bedingungen" richten muss. Eine Balance zwischen den Interessen der Suchmaschinenbenutzer und den Einschränkungen durch Gesetze der Volksrepublik werde aber angestrebt. Mit der Zensur der Webseite folgt Google seinen Konkurrenten Yahoo! und Microsofts MSN Search, die ihre Inhalte in China auf ähnliche Weise filtern.

Bereits vor kurzem entferne Google Informationen von seiner chinesischen Nachrichtenseite, die auf der Verbotsliste der Regierung aufgeführt wurden. Andere weit verbreitete Produkte des Suchmaschinenbetreibers, wie Google Mail und Blogger, will das Unternehmen hinsichtlich der schwierigen Bedingungen in China aber noch nicht einführen.

Vielen lieben Dank an Laerz für das Verfassen dieses Textes!
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