USA: Erneut hunderte Filesharer verklagt
Als Grundlage für die Klagen dient dieses Mal nicht die Auswertung von IP-Adressen, sondern die Logs der P2P-Anbieter selbst wurden ausgewertet. Insgesamt wurden 286 neue Verfahren gegen US-Bürger angestrengt. Die Daten stammen nach Angaben der Motion Picture Assiociation of America (MPAA) von Filesharing-Webseiten die im Laufe dieses Jahres geschlossen wurden.
Mit der neuen Reihe von Klagen will die MPAA offenbar besonders die Nutzer des BitTorrent-Netzwerks verunsichern, obwohl man eingestand, dass keine der eingereichten Klagen auf den Daten basiert, die "LokiTorrent" im Februar an die MPAA übergeben musste. Die MPAA will den Nutzern derartiger Angebote offenbar deutlich machen, dass ihre Aktivitäten aufgezeichnet werden.
Seit Dezember 2004 läuft eine aggressive Kampagne der Filmindustrie, die auch die Betreiber von BitTorrent-Hubs mit Klagen überzieht. Seitdem haben zahlreiche Angebote ihren Dienst eingestellt - teils freiwillig, andere nur unter massivem juristischen Druck. BitTorrent ist eigentlich zur schnellen Verteilung grosser Dateien gedacht und der Erfinder des Systems sagte bereits mehrfach, dass die Verwendung von BitTorrent zur illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte eine "dumme Idee" sei, da die Identität des einzelnen Teilnehmers nicht geschützt werde.
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