Polizei gelingt Schlag gegen Produktpiraten

Internet & Webdienste Wie die Staatsanwaltschaft Magdeburg am Samstag bekannt gab, gelang der Polizei ein Schlag gegen Produktpiraten. Damit bestätigte die Staatsanwaltschaft einen Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel vom vergangenen Mittwoch. Das Magazin hatte berichtet, dass Ermittler 14 Büros und Wohnungen in acht Deutschen Städten durchsucht hätten. Sie sollen seit 2003 mehr als 76.000 Plagiate unter dem Namen Joop! im Internetauktionshaus eBay verkauft haben. Mehr als 2,3 Millionen Euro Gewinn sollen die Produktpiraten allein mit gefälschten Produkten der Hamburger Modemarke Joop! gemacht haben. Dem Modehaus soll dadurch ein Schaden von 5,5 Millionen Euro entstanden sein, so erste Schätzungen.

Gleichzeitig mit den deutschen Fahndern schlugen auch in Istanbul Fahnder zu. Wie Ermittlungen zeigten, wurden die gefälschten Schmuck- und Lederwaren in Istanbul hergestellt und dann an dem deutschen Zoll vorbei ins Land geschmuggelt, bevor sie bei eBay versteigert wurden.

Um den Weg des Geldes zu verschleinern wurden Anzeigen in türkischen Zeitungen in Deutschland geschaltet, die Bürger ermuntern sollten, für 500 Euro ihre Bankkonten für die Geldtransfers herzugeben. Die Magdeburger Polizei identifizierte bislang 59 Konten bei elf Banken.

Vielen Dank an swissboy für den Hinweis!
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