SK Hynix meldet RAM & Flash bis 2029 ausverkauft & über 80% Marge

Der Speicherhersteller SK Hynix hat heute seine jüngsten Rekord-Geschäftszahlen vermeldet und dabei klargestellt, dass sämtliche Kapazitäten für die Fertigung von DRAM- und NAND-Speicher bereits auf Jahre ausverkauft sind.
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WinFuture/Symbolbild
  • SK Hynix steigerte den Quartalsumsatz um fast 330 Prozent im Jahresvergleich
  • Der operative Gewinn erreichte im dritten Quartal rund 55 Milliarden Euro
  • Dank des anhaltenden KI-Booms kletterte die Gewinnmarge auf knapp 80 Prozent
  • Sämtliche Speicherprodukte des Herstellers sind bereits bis 2029 ausverkauft
  • Neue Fünfjahresverträge wurden mit 14 Großkunden aus der KI-Branche fixiert
  • Anhaltende Engpässe bei DRAM und NAND dürften bis 2030 weiter bestehen bleiben

Speicherhersteller meldet Rekordumsatz für Q3/2026

SK Hynix hat erneut gigantische Gewinne verkündet. Im dritten Quartal des Jahres 2026 erwirtschaftete man wieder einen Rekordumsatz, der sogar die haushohen Erwartungen der Finanzwelt in den Schatten stellte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz des südkoreanischen Konzerns um fast 330 Prozent.

Der operative Gewinn für die drei Monate von Juli bis September 2026 wurde von SK Hynix mit 83,3 Billionen Won angegeben, was umgerechnet etwa 55 Milliarden Euro entspricht. Im letzten Jahr lag der Gewinn noch bei "nur" 11,4 Billionen Won, was etwa 7,64 Milliarden Euro waren. Der Umsatz des Konzerns lag zuletzt bei 104,6 Billionen Won, also etwa 70,1 Milliarden Euro.


Für das nach Einschätzung von Analysten traditionell sogar noch einträglichere vierte Quartal des Jahres erwarten die Marktbeobachter einen weiteren Anstieg des Gewinns, der dann die Marke von 100 Billionen Won (67,1 Milliarden Euro) übersteigen könnte.

Gewinnmarge von knapp 80 Prozent

Die Zahlen des Konzerns machen deutlich, dass man mit gigantischen Margen arbeitet, wenn es um die Fertigung von Speicherprodukten geht. Die Gewinnmarge von SK Hynix lag nach allen Ausgaben nämlich zuletzt bei beachtlichen 79,64 Prozent. Möglich ist dies nur, weil die KI-Branche nach wie vor astronomische Mengen an Speicher zu vollkommen überhöhten Preisen kauft, um damit ihre Rechenzentren zu bestücken.

SK Hynix teilte im Zuge der Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen mit, dass man bereits jetzt sämtliche Produktionsmengen aus der Fertigung von Arbeitsspeicher und NAND-Flash-Speicher bis ins Jahr 2029 hinein verkauft habe, bevor die Produkte überhaupt hergestellt wurden.

Möglich ist dies auch, weil SK Hynix immer längere Verträge mit Großkunden aus der KI-Branche abschließt. Die Technologiekonzerne zahlen dabei Premium-Preise, um sich die Speicherprodukte langfristig zu sichern. Jüngst habe man weitere entsprechende Verträge mit einer Dauer von jeweils etwa fünf Jahren mit 14 neuen Großkunden geschlossen, hieß es von SK Hynix.

Gleichzeitig laufen nach Unternehmensangaben die Verhandlungen über die Verlängerung bestehender langfristiger Lieferverträge mit einer Reihe anderer Großabnehmer. Die Engpässe bei Speicherprodukten wie DRAM und NAND würden daher wahrscheinlich noch bis ins Jahr 2030 bestehen bleiben, so das Management.

Siehe auch:
Roland Quandt

Redakteur für Smartphones & Leaks

Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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