Minisforum MS-02 Ultra: Workstation bewährt sich als Barebone-Version

Beim Minisforum MS-02 Ultra handelt es sich um eine kompakte Workstation. Der Hersteller hat das Gerät mit verschiedenen CPUs auf den Markt gebracht: Die leistungsstärkste Variante ist derzeit die Intel-Core-Ultra-9-285HX-Version. Je nach Budget ist aber auch eine günstigere Core-Ultra-5-235HX-Version verfügbar. Geld sparen lässt sich unter Umständen, wenn man auf bereits zu Hause vorhandene Komponenten setzt und die Barebone-Version kauft. Der Preisunterschied ist enorm: Bei der 285HX-Variante machen 32 GB RAM und eine 1-TB-SSD tagesaktuell bereits 540,00 Euro aus.

Barebone-Hardware-Versionen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Das hat gleich zwei Gründe: Zum einen kann man alter Hardware neues Leben einhauchen, zum anderen kann man sich den RAM und die SSD selbst aussuchen. Gerade angesichts der stark gestiegenen Speicherpreise kann es sich lohnen, bereits vorhandene Komponenten weiterzuverwenden. Wer hingegen sämtliche Hardware neu kaufen muss, sollte genau nachrechnen. Viele neue Mini-PCs erscheinen 2026 mit Single-Channel-RAM, obwohl eine Dual-Channel-Konfiguration durchaus die bessere Option sein kann. So kosten 32 GB Dual-Channel-Arbeitsspeicher von Crucial mit DDR5-5600 derzeit bereits 544,99 Euro.
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Damit der PC einsatzbereit ist, braucht es einen Datenträger. Bei der Recherche fällt unserem Kollegen Timm Mohn auf: Selbst wenn man sich für eine vergleichsweise günstige Gaming-SSD entscheidet, liegt man mit den ausgewählten Komponenten bereits über dem Aufpreis der vorkonfigurierten Variante. Die WD Black SN7100 mit 1 TB Speicherplatz kostet aktuell 185,99 Euro. Der Gesamtpreis für RAM und SSD beläuft sich folglich auf 730,98 Euro. Damit liegt dieser weit über dem Preisunterschied, der sich bei Minisforum ergibt. Eventuelle Versandkosten sind dabei noch nicht berücksichtigt. Rein finanziell lohnt sich der separate Kauf dieser beiden Komponenten also nicht.

Die größte Ersparnis ergibt sich, wenn man bereits vorhandene Hardware einbaut. Wer beispielsweise noch über ein kompatibles DDR5-SO-DIMM-Kit und eine M.2-SSD verfügt, kann den Aufpreis für die vorkonfigurierte Variante vollständig vermeiden. Gründe für die Wiederverwendung können unterschiedlich sein: Sei es ein defektes Notebook, aus dem noch funktionierende Komponenten übernommen werden können, oder schlichte Bastelneugierde. Gerade bei den aktuellen Speicherpreisen kann sich die Wiederverwendung lohnen. Allerdings sollte man vor dem Kauf prüfen, ob die vorhandenen Komponenten tatsächlich mit dem MS-02 Ultra kompatibel sind.

Einbau macht keine Probleme

Der MS-02 Ultra macht das Einbauen neuer Hardwarekomponenten recht einfach. Minisforum hat ein Video zum Einbau der Hardware erstellt, das bereits vor dem Kauf einen Einblick ins Hardware-Innere gibt. Wichtig: Der MS-02 Ultra hat insgesamt vier RAM-Slots. Die hinteren Slots können aber nicht als primäre Steckplätze verwendet werden. Wer zunächst nur zwei RAM-Module einbauen möchte, sollte daher auf die vom Hersteller vorgesehene Bestückungsreihenfolge achten.

Insgesamt unterstützt der MS-02 Ultra laut Hersteller bis zu 256 GB RAM. Das ist für einen Mini-PC eine beachtliche Menge und macht das Gerät insbesondere für anspruchsvolle Workstation-Aufgaben, Virtualisierung und speicherintensive Anwendungen interessant. Im vorliegenden Fall sollen allerdings lediglich 32 GB RAM verbaut werden. Die beiden Speichermodule können einfach in die dafür vorgesehenen Steckplätze eingesetzt werden. Anschließend wird die Kühlabdeckung wieder mit zwei Schrauben fixiert. Wichtig: Bei der Barebone-Variante befindet sich noch eine Schutzfolie auf den Kühlpads. Diese muss unbedingt entfernt werden.

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Möchte man zunächst nur eine SSD verwenden, empfiehlt sich der Steckplatz auf der Rückseite des Mainboards. Dieser bietet eine PCIe-4.0-x4-Anbindung und damit ausreichend Bandbreite für moderne NVMe-SSDs. Dass der rückseitige M.2-Steckplatz auch bei Minisforum bevorzugt wird, zeigt sich daran, dass der Hersteller bei vorkonfigurierten Systemen hier eine SSD platziert und nicht auf dem Daughterboard. Für die SSD liegt außerdem ein Kühlpad im Lieferumfang bei. Auf der Netzwerkerweiterungskarte können zwei weitere SSDs verbaut werden. Aber Achtung: Auf einem Chip im Inneren ist Wärmeleitpaste aufgetragen. Wird die entsprechende Kühllösung entfernt, muss auf eine ordnungsgemäße Erneuerung der Wärmeleitpaste geachtet werden. Gerade bei einem so kompakten System ist eine ausreichende Kühlung wichtig, damit die verbauten Komponenten ihre Leistung auch unter längerer Belastung aufrechterhalten können.

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