Kürzere Ladezeiten für Spiele:
Advanced Shader Delivery breit verfügbar

Microsoft hatte den Schritt vor einigen Wochen angekündigt, jetzt ist er vollzogen: Ab sofort ist dank Advanced Shader Delivery (ASD) das vorab erfolgende Laden von Shader-Inhalten bei Spielen über das gesamte Hardware-Ökosystem unter Windows 11 verfügbar.
Microsoft, Logo, Shader, Advanced Shader Delivery
Microsoft
  • Microsoft gibt Advanced Shader Delivery unter Windows 11 nun breit frei
  • Das Feature läuft sowohl auf x86-Systemen als auch auf ARM-Plattformen
  • Durch vorab geladene Shader sinken Ladezeiten und störende Ruckler im Spiel
  • Unterstützung ist künftig auch für Titel von Steam und Epic Games geplant
  • Kompatibel sind aktuelle Grafiklösungen von Nvidia, AMD, Intel und Qualcomm
  • Entwickler mit Unreal Engine ab Version 5.8.4 erhalten sofortigen Zugriff

ASD ist jetzt breit verfügbar

Anfang Oktober begann Microsoft mit der Einführung von Advanced Shader Delivery (ASD) unter Windows 11 im Zusammenhang mit dem Launch des neuen Spiels Gears of War: E-Day. Damals kündigte man an, dass das Feature auf Geräten mit Windows 11 bald breit verfügbar sein werde. Nun ist der Zeitpunkt gekommen.

Wie Microsoft im Blog des DirectX-Entwickler-Teams mitteilte, ist ASD ab sofort breit verfügbar und kann von Spielen somit auf Geräten mit Plattformen und Grafiklösungen von AMD, Intel, Nvidia und Qualcomm gleichermaßen genutzt werden. Das Feature steht also sowohl auf x86/x64-Systemen als auch in Verbindung mit ARM-Chips zur Verfügung.


ASD bald auch für Steam- und Epic-Titel

ASD soll die Ladezeiten bei Spielen verkürzen, indem Shader-Inhalte vorab geladen werden, um so die Ladezeiten insgesamt zu verkürzen, Stotterer wegen des Nachladens von Inhalten während der Nutzung zu reduzieren und die Leistungsaufnahme zu senken. Bei Call of Duty: Modern Warfare 4 soll ASD dafür sorgen, dass das Laden beim ersten Start nur wenige Sekunden dauert statt mehrerer Minuten ohne entsprechende Unterstützung.

Microsoft kündigte außerdem an, dass ASD bald über Spiele aus dem Microsoft Store und der Xbox-PC-App hinaus auch bei Titeln zur Verfügung stehen soll, die über den Epic Games Store und Steam installiert wurden. Bei Fortnite soll zum Beispiel bald ein entsprechendes Update Einzug halten, heißt es. Generell rät Microsoft zur Aktualisierung der Grafiktreiber, um ASD nutzen zu können.

Um ASD nutzen zu können, wird eine AMD-GPU mit RDNA-Architektur, eine Intel-Desktop-GPU vom Typ Arc B570 oder B580, eine iGPU bei Chips der Intel Core Ultra Series 2 oder 3, eine Nvidia GeForce RTX-Grafikkarte oder RTX Spark bzw. eine Adreno-GPU in Chips der Qualcomm Snapdragon X2-Serie benötigt.

Microsoft kündigte an, dass man umfangreiche Dokumentation für Spieleentwickler liefern will, damit mehr Titel mit ASD-Support ausgestattet werden können. Die Erstellung von State-Object-Datenbanken (SODB) wird deshalb sofort für Titel auf Basis der Unreal Engine ab Version 5.8.4 ermöglicht. Ab 2027 will man auch bei der Unity Engine die SODB-Integration einführen.

Siehe auch:
Roland Quandt

Redakteur für Smartphones & Leaks

Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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