PlayStation 5: Sony bringt KI-Upscaling auf die PS5-Standardversion

Sony stattet die reguläre PlayStation 5 mit der neuen KI-Bildverbesserung QSSR aus. Die Technologie skaliert Spiele oft auf 1440p hoch und liefert deutlich schärfere Details. Erste Patches für Marvel's Wolverine und Ghost of Yōtei sind ab sofort verfügbar.
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WinFuture/KI-generiert

    KI-Upscaling für die PS5

    Sony stellt Spielern eine neue Upscaling-Technologie für die Basisversion der PlayStation 5 zur Verfügung. Mit Quick Spectral Super Resolution (QSSR) erhält die Konsole eine KI-gestützte Bildverbesserung, die in ähnlicher Form als PSSR bislang dem Pro-Modell vorbehalten war.

    Wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag ankündigt, sind die ersten Patches für die Titel Marvel's Wolverine und Ghost of Yōtei bereits erschienen.

    Quick Spectral Super Resolution bei Marvel's Wolverine (PS5)

    Nutzer können die neue Grafikoption ab sofort in den Spieleinstellungen als Alternative aktivieren. Die Entwickler von Insomniac Games betonen, dass die Technik in Marvel's Wolverine insbesondere Details in belebten Umgebungen besser hervorhebt, während Sucker Punch Productions bei Ghost of Yōtei eine höhere zeitliche Bildstabilität bei Charakteren und Landschaften hervorhebt.

    Das System stammt aus dem sogenannten Projekt Amethyst, einer technischen Kooperation zwischen Sony und AMD. Während die PlayStation 5 Pro über dedizierte Hardware für maschinelles Lernen verfügt und auf INT8-Befehle setzt, muss die Standardkonsole ohne diese speziellen Beschleuniger auskommen. QSSR weicht daher primär auf FP16-Berechnungen aus. Laut Angaben von Sony nutzt die Architektur eine angepasste neuronale Netzstruktur und stark optimierte mathematische Anweisungen, um die Effizienz zu maximieren.

    Quick Spectral Super Resolution bei Ghost of Yotei (PS5)

    Kompromisse in der Darstellung

    Die Adaption für die reguläre Konsolenhardware erfordert Anpassungen. Entwickler nutzen auf der PlayStation 5 Pro standardmäßig 4K-Bilder als Ausgabeziel. Da die Rechenleistung der Basiskonsole geringer ausfällt, zielt QSSR dort oft auf eine hochskalierte Zielauflösung von 1440p ab. Dennoch sorgt die Technik für deutlich schärfere Details auf Pixelebene und reduziert Bildfehler bei Elementen wie wehenden Pflanzen erheblich.

    Die Bildverbesserung geht allerdings mit einem höheren Rechenaufwand einher, wie man auf Digital Foundry nachlesen kann. Bei einer Skalierung von einer Basisauflösung von 864p auf 1440p ist QSSR in Marvel's Wolverine etwa 1,5 bis 1,8 Millisekunden langsamer als der hauseigene Upscaler von Insomniac. Das führt im unlimitierten Leistungsmodus zu Unterschieden von acht bis zehn Bildern pro Sekunde gegenüber herkömmlichen Methoden.

    Kommt hingegen eine dynamische Auflösung mit einem festen Ziel von 60 Bildern pro Sekunde zum Einsatz, sinkt die interne Renderauflösung, während die ausgegebene Bildrate stabil bleibt. Eine Skalierung auf 4K fällt mit 4,4 Millisekunden deutlich rechenintensiver aus. In ersten Tests mit Ghost of Yōtei zeigte sich zudem, dass die Leistung von QSSR in etwa der Implementierung von FSR 3 entspricht.

    Sony bietet das Werkzeug ab sofort allen PlayStation-Entwicklern an. Studios, die das PSSR-System der Pro-Konsole bereits unterstützen, sollen QSSR nach Angaben von Sony als direkten Ersatz mit nur wenigen Tagen zusätzlichem Abstimmungsaufwand übernehmen können.

    Werdet ihr das QSSR-Upscaling in unterstützten Spielen aktivieren oder bevorzugt ihr bisherige Grafikmodi? Teilt eure Eindrücke gerne mit uns in den Kommentaren!

    Zusammenfassung
    • Sony bringt mit QSSR ein neues KI-Upscaling auf die reguläre PlayStation 5
    • Die Technik entstand in enger Kooperation von Sony mit dem Chiphersteller AMD
    • Erste Updates wurden für Marvel Wolverine und Ghost of Yōtei veröffentlicht
    • Wegen fehlender Spezialhardware greift das System primär auf FP16 zurück
    • Statt nativer 4K-Ausgabe zielt das Verfahren meist auf eine 1440p-Auflösung ab
    • Gegenüber älteren Upscalern kostet die höhere Bildqualität etwas Bildrate
    • Entwicklerstudios können die neue Funktion mit geringem Aufwand einbauen

    Siehe auch:
    Witold Pryjda

    Senior Redakteur

    Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

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